Dynamischen Donau-Blues fabriziert das um eine Stimme zum Quintett erweiterte klassisch besetzte (2 Geigen, Harmonika und Kontragitarre) Schrammelquartett. Thematisch bleibt alles beim Alten. Weinerliche Stimmen philosophieren übers Sterb’n, dem zweitliebsten Thema des Wieners neben dem Wein. Über die Denkmalpflege hinaus werden Laptops und tragbare Telefone besungen, will man doch nicht als „Modeanisiarunxvaweigara“, so der gleichnamige Liedtitel gelten. Tonal halten sich die Schrammeln artig ans waschechte Wienerlied. Wieder entdecken, erhalten und hoffen, dass auch die Eigenkompositionen einmal einen Bart kriegen. Über den Grund der Gründung gibt das erst vor 2 Jahren zusammengewachsene Ensemble an, „sich selbst gründlich gefehlt zu haben.“ Na dann: Waun de Sehnsucht so groß woa wia guad is da Wein - daun is scho guat dass mitanaunda zsammkuman sein.
   
   
Augustin Nr. 116, April 2003
   
         
   
Höchst originell ist die Musik der Wiener Art Schrammeln. Auf „Imma zu wenig und nimoes zu vüü“ (Preiser Records) werden traditionelle Wiener Schrammelmusik, Kompositionen lebender Künstler sowie eigenkomponierte humorvolle Wienerlieder vereint. Klingt für manche Ohren bedrohlich für manche faszinierend, aber so soll Musik auch sein: immer dem eigenen Anspruch und nie der Masse verpflichtet.
   
   
Sound & Media, Nr. 4, Mai 2003
   
         
   
Den Künstlern ist es gelungen, die gute alte Wiener Tradition des "gschmierd'n Gsangl's" auf ihre Art und Weise zu einem, wie ich meine, ausgezeichnetem Werk der Wiener Musik zu schaffen. [...] Wenn man diesem gelungenen Werk längere, und vor allem konzentrierte Aufmerksamkeit schenkt, fühlt man das unbedingte Wollen, eine Tradition, welche in der heutigen Zeit sehr schwer an das Publikum zu bringen ist, lieben und verstehen zu lehren. Ich freue mich, dass es in Zeiten der musikalischen Wandlung, in vielerlei Richtungen, Musiker gibt, die sich der Wiener Musik in ihrer Urform erinnern und trotzdem, ohne Urgedanken zu vergessen, mit ihrem Können einer großartigen Tradition neues Leben einhauchen.
   
   
Pop-Info Online, März 2003
   
         
   
Inhaltlich möchte die Debüt-CD als "Einstiegsdroge" in den musikalischen Kosmos der überwiegend weiblich besetzten Wiener Art Schrammeln jene drei Elemente vor- und gegeneinander stellen, die das instrumentale Spektrum, das kompositorische Repertoire und das Reservoir an Stilen und musikalischen Kombinationsmöglichkeiten des Ensembles umreißen:
Traditionelle Wiener/Schrammel Musik (Tracks 1, 8, 10, 15), Kompositionen lebender Komponisten für die Schrammelbesetzung (Tracks 3, 5, 7, 12, 13, 14) & humorvolle, kritisch skurrile, eigenkomponierte "Wienerlieder"
   
   
www.ceiberweiber.at, Mai 2003
   
         
   
Von der Liebe zum Wienerlied in seiner Urform gibt es immer zu wenig. Das Debütalbum der „Wiener Art Schrammeln“ vereint auf höchstem Niveau traditionelle und zeitgenössische Schrammelmusik mit selbst verfassten Wienerliedern, die zugleich humorvoll, kritisch und skurril sind. Auch davon gibt es nie zu viel.
   
   
NÖ Nachrichten, Woche 22, 27. Mai 2003
   
         
   
„Imma zu wenig und nimoes zu vüü“ - so heißt die brandneue CD der Wiener Art Schrammeln. Das Ensemble, bekannt für Wiener Musik und avantgardistische Schrammelmusik, hat 16 wunderbare Songs komponiert!
   
   
Vormagazin, Nr. 11, 2003
   
         
   
„Owa, Leidln, wauni heid varegg / saufi eich gauns sicha muang nix weg / Un zazo guad, duaz eich nix oo / wäu üwamuang, jodo saz daun söwa droo“. Willkommen im wienerlichen Weinlied & weinerlichen Wienlied, nach dem Motto „heit die Madln, muagn de Madn“ - aber bevor es soweit ist, nehmen’s ruhig Platz, bestelln’s Ihna a Vierterl vom Guadn siaß’n oder herb’n und plauschn’s ned z’laut, sondern heans liaba zua wie Alfred Pfleger seine Violine streichelt und kratzt, wie Ursula Slawicek im Wienerlied den Jazz findet (hören Sie mal in „Da Weana Bua in mia“ rein, damit Sie wissen, was damit gemeint ist), wie Kurt Obermair seine Kontragitarre zupft, wie Gertrude Kisser mit der Harmonika balgt und Chrisoula Kombotis die Viola zum Singen bringt. Die 16 Schmankerln pflanzen sich ins Herz, raunzen, lästern und palawern, dass es nur so a Hetz is. Dass die dargebotene Kunst nicht künstlich zum Ausdruck kommt, dafür sorgt das Ensemble mit Bravour. Anspieltipps: „Riesling-Tanz“, „Beim Grebelten“, „Wos homdi Leid amoe gmochd“. Wein, Wein, nur du allein kann man da nur sagen.
   
   
Jazzzeit, Ausgabe 38, Juni 2003
   
         
   
... während die „Art Schrammeln“ - ganz ihrem Namen entsprechend - Kunst machen: Streichquartett in Schrammel-Besetzung, sozusagen. (Aber das hat - ich hab mich erkundigt - einen historischen Bezug: Waren ja die von den Schrammeln aufgeführten Tänze auch nicht zum Tanzen gedacht, sondern zum Zuhören.)
Die „Art Schrammeln“ spielen in der „klassischen“ Besetzung: zwei Geigen, Harmonika und Kontragitarre. Und man hört: Da sind schwer ausgebildete Profimusiker am Werk (Alfred Pfleger, Chrisoula Kombotis, Gertrude Kisser und Kurt Obermair). [...] Die Stücke sind fein arrangiert und werden konzentriert zum Genuss dargeboten.
   
   
Augustin Nr. 119, Juni 2003
   
         
    Der Titel „Imma zu wenig und nimmoes zu vüü“ signalisiert Wienerischen Inhalt: Die „Wiener Art Schrammeln“ (Violine, Viola, Kontragitarre, Harmonika, Gesang) haben bei Preiser Records ein Album mit 16 Nummern veröffentlicht. Eigenes, Traditionelles, dieses jedoch nie unreflektiert; unterschiedliche Stile und musikalische Kombinationen; Gefälligkeit und Zynismus in verträglicher Balance. Diagnose: Moderne Schrammelmusik mir Pfeffer.
   
   
Kurier, 6. Juli 2003
   
         
    Daneben sind klassische Wienerlied-Topoi wie Wein und Tod und Bsuff und Not natürlich erwartungsgemäß stark vertreten: „Noch ein echtes Wienerlied“ gefällt sich in einer erschöpfenden Auflistung Wienerischer Ausdrücke für des Menschen letzten Gang, eine zwischen „er beisd ins Gras“ und „er duad Grobbfm basdln“ in verblüffend reichhaltiger Ernte resultierende Angelegenheit, statt in schrammelnder Weinseligkeit freilich in wesensverwandter Shuffle-Bluesyness inszeniert. Ja, gewiss, die inhaltliche (Teil-)Auffrischung geht mit einer musikalischen einher. Ursula Slawicek lässt ihren Background als Jazzsängerin wiederholt durchschimmern, und auch das Akkordeon lässt erahnen, dass der Weg von Grinzing an den Rio de la Plata doch kein allzu weiter ist. Es sind durchaus ambitionierte, substanzvolle Crossover-Kammermusiken, die da als Intermezzi zwischen den Liedern intoniert werden. Nicht ohne mit dem „Dornbacher Hetz-Marsch“ Johann Schrammel zumindest einmal persönlich Reverenz zu erweisen. Er hätte angehörs dieser Silberscheibe wohl zufrieden geschmunzelt.    
   
Concerto 3/2003
   
         
    Das Ensemble, das 2001 in Wien gegründet wurde, besteht aus 5 MusikerInnen (Gertrude Kisser, Chrisoula Kombotis, Ursula Slawicek, Alfred Pfleger und Kurt Obermair). Gespielt wird auf Geigen, Harmonika und Kontragitarre. Die Lieder werden 2 oder 3-stimmig gesungen. Zum Ziel haben sie sich die "Erhaltung und Wiederentdeckung der alten waschechten Wiener Musik" gesetzt. ... wer übrigens Wienerisch nicht versteht, kann sich dank CD-Booklet einlesen. Ein Erlebnis.    
   
www.diestandard.at Juni 2003
   

 
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